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Faszination Gasballonfahrt |
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geschrieben von: Admin am Samstag, 04. Oktober 2003, 16:47 Uhr
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Sie wollten schon immer mal eines der letzten Abenteuer erleben? Sie möchten gerne die Welt einmal beschaulich von oben und doch ganz nah betrachten? Dann machen Sie eine Ballonfahrt in einem Gasballon. Sie starten am Morgen in einer ländlichen Gegend auf dem Gasballonstartplatz des Ballonfahrtverein Essen, e.V. Nach dem Startkommando entfernt sich ohne Ruck und Schütteln die Erde unmerklich und auf einmal können Sie über Häuser, Bäume und die ganze Umgebung blicken. Sie sind gestartet zu einem der letzten, echten und ungefährlichen Abenteuer, die in Ihrer näheren Umgebung noch möglich sind. Vorher haben Sie Ihren Piloten und die übrigen Mitfahrer kennengelernt, haben geholfen, Ballastsäcke mit Sand zum späteren Abwerfen zu füllen und haben gehört und gesehen, wie das Wasserstoffgas, unsichtbar zwar, aber stetig die vorher schlaff und leer auf dem Boden liegende Hülle mit Gas füllt. Ein erhebender Anblick, wenn der Ballon dann prall an seinen Leinen und dem Korb hängt und darauf wartet, mit Ihnen in den Himmel zu steigen. Und nun sind Sie in der Luft, genießen den Ausblick über die Landschaft, orientieren sich über die Fahrtrichtung und bekommen nach einer kleinen Weile das Gefühl, sicher und unbeschwert, wie in einer eigenen kleinen Welt, im Ballonkorb zu stehen. Der Pilot und der sachkundige Mitfahrer beantworten Ihre Fragen und Sie hören, wie der Pilot sich mit der Flugsicherung über Ihre Fahrt und deren Fortsetzung verständigt, damit auch der Sie tragende Gasballon wohl behütet und bewacht durch die Flugsicherung, am allgemeinen Luftverkehr teilnimmt. Je nach Fahrtdauer und Wettersituation kommt nun der Moment, dem Sie schon seit dem Verstauen der „Dicken“ Pulle in das Proviantgepäck erwartungsvoll entgegensehen: Die Taufe als Erstlingsfahrer und damit die Aufnahme in den Kreis der Luftfahrer. Verraten wird hier nichts, nur soviel: Den Ihnen dabei verliehene Namen sollten Sie sich unauslöschlich in Ihr Gedächtnis einprägen! Nach diesem Fahrthöhepunkt kehrt Normalität an Bord ein, soweit man dort überhaupt von Normalität sprechen kann. Das lautlose Gleiten, die Vogelstimmen und die Rufe der Menschen tief unten auf der Erde, wie sie Tücher und Fahnen schwenkend zum Ballon hinaufgrüßen. Und wie deutlich man das hier oben alles hören kann! Verblüffend! Oder die Überfahrt über Dörfer und Städte mit ihren z. T. sehr alten Zivilisationskernen um die Ortskirche, das Schloß, das Kloster herum. Oder das Schweben über den See, wobei die Segelboote nicht immer in die gleiche Richtung fahren wie der Ballon. Nach ca. 4 bis 5 Stunden Fahrt, je nach Windrichtung und Geschwindigkeit, heißt es Zurückkehren auf die Erde. Der Pilot zieht an einer Leine und mit leichtem Zischen entweicht Gas aus einer Öffnung, oben an der höchsten Stelle in der Hülle. Und schon beginnt der Ballon zu sinken. Und dann, wenn Sie schon das Gefühl haben, der Korb setzt auf dem Boden auf, stoppt die Abwärtsbewegung wie von Geisterhand und Sie schweben ein auf des Feld oder die Wiese, die der Pilot schon hoch oben in der Luft als Landefläche ausgewählt hat. Und ehe Sie noch recht begriffen haben, daß die Fahrt zu Ende ist, fällt auch die vorher noch so stolze pralle runde Kugel über Ihnen in sich zusammen und liegt wieder als schlaffe, leere Hülle auf dem Boden, wie vor dem Start. Glück ab! Gut Land! Eines der letzten Abenteuer liegt hinter Ihnen. Aber beim Landefest nach dem Verpacken lebt der ganze bisherige Tag mit allem Erlebten noch einmal auf, das verspreche ich Ihnen. Ihr Rolf Eck
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